
vom 20.01.1999
"Keinen Atommüll auf den Mars, denn Mars bringt verbrauchte Energie sofort zurück...."
BI "traut dem Frieden nicht" Angst vor Inbetriebnahme der PKA im Mai 1999
| Lüchow (is).
"Ich traue dem Frieden noch lange nicht", meint der Aktivist der
Bürgerinitiative Umweltschutz (BI), Francis Althoff. Trotz der Pause für sämtliche
Castor- Transporte sieht er für Lüchow-Dannenberg keine Entwarnung: "Seit Mai '98
stehen in der französischen Wiederaufarbeitungsanlage sechs Castor-Behälter zur Abfahrt
bereit. Sie sind direkt für Gorleben bestimmt." Wann die Behälter in Richtung Deutschland rollen, hänge auch von der Geduld der französischen Regierung ab. Sie könne jederzeit die Rücknahme des Abfalls einfordern, meint Susanne Kamien. Für die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg gehe es aber um eine grundsätzliche Lösung des Atommüll-Problems. Die BI-Sprecherin: "Wir können nicht einfach weiterproduzieren, ohne uns über die Endlagerung ernsthafte Gedanken zu machen." Bisher gebe es keine sicheren Lagerstätten. Ihre Einschätzung: "Der Gorlebener Salzstock ist genauso ungeeignet wie Granitgestein. In Schweden oder der Schweiz sind solche Überlegungen längst verworfen worden." Ziel der wendländischen Atomkraftgegner ist deshalb die sofortige Stillegung aller Anlagen bis zur Klärung der Müllfrage. Fr Althoff bietet auch das von der
NASA in die Diskussion gebrachte Weltall keine
Wie ihre Mitstreiter
hofft sie, daß die Anlage zur Umverpackung und Zerkleinerung von Atommüll nicht den
Segen der neuen Bundesregierung erhält. Im Februar oder März findet eine öffentliche
Anhörung dazu statt", so Kamien. Der Grund: PKAGegner aus der ganzen Region haben in
zahlreichen Einwendungen Kritik angemeldet. Sie befürchten nicht nur eine radioaktive
Verseuchung der Elbe durch dabei entstehenden Flüssigmüll, sondern ebenfalls ein
Austreten giftiger radioaktiver Spaltprodukte aus den Schornsteinen der Anlage.
Dennoch bleibt die
BI-Besprecherin Susanne Kamien sehr skeptisch: "Mit einem |
Bearbeitet am: 20.01.1999 /ad