| Quickborn (nt). In der
vergangenen Nacht stieß ein Polizeifahrzeug unweit der B 191 in der Nähe von Quickborn
mit einem Riesenmaulwurf (siehe Foto) zusammen. Während die Beamten mit dem Schrecken
davonkamen, verendete das über vier Meter lange und mindestens eine Tonne schwere Tier
noch an der Unfallstelle. 
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In einer ersten Stellungnahme
mutmaßten Experten vom veterinärmedizinischen Institut Hannover, daß es sich bei dem
Riesenmaulwurf um eine Mutation handelt.
Die Fachleute vermuten, daß "sich aufgrund der jahrelangen Grabarbeiten im Bereich
Gartow/Gorleben die ortsansässige Maulwurf-Population in Richtung Norden bewegte."
Wegen häufiger Strahlenexpositionen, vermutlich durch Atomtransporte, könne es dabei zu
Mutationen gekommen sein.
Großmaulwürfe
unter Artenschutz ? |
"Bislang sind
dies aber alles nur Thesen", betonte Dr. Frank Neuschulz vom BUND. In den nächsten
Tagen soll das ungewöhnlich große Tier in die Tiermedizinische Hochschule in Hannover
gebracht werden, wo es von einer internationalen Expertengruppe untersucht und präpariert
werden wird.
Atomgegner vermuten, daß der
gestrige Vorfall nicht das erste Mal sei, daß sich die Riesenmaulwürfe an der
Oberfläche zeigten. Durch den Todesfall an der B 191 ließe sich diese "genetische
Zeitbombe" aber nicht länger vertuschen.
In einer ersten Reaktion zeigte sich
Bundesumweltministerin Angela Merkel (CDU) bestürzt: "Ein echtes Problem", so
Merkel, da Maulwürfe unter Naturschutz stehen. Nun muß geklärt werden, ob auch
Riesenmaulwürfe unter Schutz stünden. Dann nämlich, so ein Sprecher der
Bürgerinitiative Umweltschutz (BI), müßten künftige Castor-Transporte unter viel
strengeren Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. Mit dem Bekanntwerden des Vorfalls
bestätigen sich Vermutungen, nach denen die wiederholte Untertunnelung der
Castor-Transportstrecke zwischen Dannenberg und Gorleben auf das Konto mutierter
Großmaulwürfe gehen. Der Sprecher der Gorlebener Brennelementlager-Gesellschaft BLG,
Jürgen Auer, betonte, das "zur Zeit keine Gefährdung für die Öffentlichkeit
besteht."
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