rg Dannenberg. Rund eine Woche vor dem Start des Atommüll-Transportes aus dem französischen La Hague ins Zwischenlager Gorleben hat die Polizei mit umfangreichen Absperr- und Sicherungsmaßnahmen an der Transportstrecke und den Atomanlagen begonnen. Mit Absperrgittern - sogenannten Hamburger Reitern - Flatterband und scharfkantigem S-Draht sind unter anderem der Dannenberger Ostbahnhof, das Gelände rund um den Verladekran bei Breese/Marsch und weitere Bahnhöfe entlang der Bahnschiene nach Lüneburg abgesperrt.

Bild:Der Dannenberger Bahnhof ist - wie viele andere neuralgischen Punkte - mit
sogenanntem S-Draht abgesperrt. Auch entlang des Bahnsteiges, an dem Bahnfahrer ein- und
austeigen. Aufn.: R. Groß
In Dannenberg zieht sich die Absperrung auch über einen Teil des Bahnsteiges, der noch einige Tage lang von Fahrgästen beim Ein- und Aussteigen aus dem Zug benutzt wird.
Den größten Sicherungsaufwand betreibt die Polizei an der Seerauer Eisenbahnbrücke, die dort die Bahnstrecke über die Jeetzel führt. Dort sind Absperrungen sogar durch das Wasser gezogen worden, außerdem wird die Umgebung scharf bewacht und in der Nacht mit großen Scheinwerfer-Anlagen ausgeleuchtet. Die Brücke war vor einigen Jahren im Vorfeld eines Castor-Transportes durch ein Feuer beschädigt worden. Damals waren umfangreiche Instandsetzungsarbeiten nötig, um die Brücke für den mehrere hundert Tonnen schweren Atommüll-Transport wieder passierbar zu machen. Auch an den Atomanlagen in Gorleben sind mittlerweile Sperren aus Gittern und S-Draht aufgebaut. Dort soll in sieben Tagen die Auftaktdemo gegen den Atommüll-Transport stattfinden.