Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.

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vom 30.01.2012

Schluss mit Gorleben – eine Minimalforderung

BI warnt vor Schnellschüssen und fordert umfassende Atommülldebatte

Der niedersächsischen Ministerpräsident will Brücken bauen zwischen der Forderung "Gorleben raus aus dem Topf, jetzt!" und einem Suchverfahren, das allein auf Gorleben hinauslaufe. Das hatte er vergangene Woche bei einem Treffen mit dem CDU-Kreisverband Lüchow-Dannenberg betont.

David McAllister (CDU) setzt sich auch für einen Neustart der Endlagersuche ein, doch was er für eine Maximalforderung hält, ist für die Gorleben-Gegner eine Minimalforderung. "Alle großen deutschen Umweltverbände fordern wie wir unabhängig von der Ausgestaltung eines Endlagersuchgesetzes, dass mindestens eines klar sein muss, Gorleben geht gar nicht mehr, der Standort gehört vom Tisch. Wir plädieren nämlich für ein wissenschaftsbasiertes und nicht für ein wissenschaftsorientiertes Verfahren", hält die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) McAllister vor. Wenn seinem Parteifreund, Bundesumweltminister Norbert Röttgen, ein wissenschaftsorientiertes Verfahren, bei dem die geologischen Ausschlusskriterien nicht die entscheidende Rolle spielen, reiche, würden wieder sachfremde Überlegungen eine Rolle spielen. "Beispielsweise, wie viel Geld in Gorleben bereits unnütz ausgegeben wurde", sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Die BI bedauert, dass McAllister bei seinem ersten Besuch im Wendland nicht das Gespräch mit Gegnern des Projekts gesucht hat. "Wir hätten auch gern erklärt, wie wichtig eine dem Suchverfahren vorgeschaltete umfassende Atommülldebatte ist, zumal nicht einmal geklärt ist, welche Arten von Atommüll in dieses neue Lager neben dem Schacht Konrad verbracht werden sollen. Wir können nur vor neuen Schnellschüssen warnen",

heißt es seitens der BI.

Bearbeitet am: 30.01.2012/ad


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