| Quickborn. Gestern Nacht wurde ein Familienvater auf dem
Rückweg von einem Laternenumzug mit seinem 15 jährigen Sohn von Zivilpolizisten
überfallen. Beim Einsteigen in sein Auto rissen sie die Türen auf, brüllten
Austeigen und bedrohten ihn mit gezogener Waffe. Als Polizisten wiesen sie
sich nicht aus. Der Betroffene rief um Hilfe, andere TeilnehmerInnen des kurz zuvor
beendeten Laternenumzuges eilten dazu. Daraufhin versuchten die Zivilpolizisten mit dem
Hinweis Wir sind nicht von der Polizei, wir gehören zu euch zu fliehen.
Hieran wurden sie von den Bürgern und Bürgerinnen gehindert. Im anschließenden
Handgemenge setzte die Polizei gegen mehrere Personen Pfefferspray ein. Anlass des
Vorfalles war ein Betongewicht auf der Ladefläche des geparkten Autos. Dieses ist zum
Beschweren einer Zugmaschine notwendig. Der Betroffene ist Landwirt. Die Polizei
verbreitet die Falschmeldung, es handelte sich um eine Fahrzeugkontrolle und um einen
Betonblock mit einer Ankettvorrichtung. Der Übergriff der Polizei war
unverhältnismäßig und überflüssig. Hätten sie wirklich das Fahrzeug kontrollieren
wollen, hätten sie den Fahrer auf dem Weg zu seinem Auto ansprechen können.
Wir fordern die Polizei auf, den Einsatz von Zivilkräften sofort einzustellen. Ein
solcher Einsatz führt nur zu Eskalation. Als staatliche Institution sollte die Polizei
darüberhinaus derartige Falschmeldungen unterlassen. |