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vom 10.11.2006

Überfall auf Familienvater

Quickborn. Gestern Nacht wurde ein Familienvater auf dem Rückweg von einem Laternenumzug mit seinem 15 jährigen Sohn von Zivilpolizisten überfallen. Beim Einsteigen in sein Auto rissen sie die Türen auf, brüllten „Austeigen“ und bedrohten ihn mit gezogener Waffe. Als Polizisten wiesen sie sich nicht aus. Der Betroffene rief um Hilfe, andere TeilnehmerInnen des kurz zuvor beendeten Laternenumzuges eilten dazu. Daraufhin versuchten die Zivilpolizisten mit dem Hinweis „Wir sind nicht von der Polizei, wir gehören zu euch“ zu fliehen. Hieran wurden sie von den Bürgern und Bürgerinnen gehindert. Im anschließenden Handgemenge setzte die Polizei gegen mehrere Personen Pfefferspray ein.

Anlass des Vorfalles war ein Betongewicht auf der Ladefläche des geparkten Autos. Dieses ist zum Beschweren einer Zugmaschine notwendig. Der Betroffene ist Landwirt. Die Polizei verbreitet die Falschmeldung, es handelte sich um eine Fahrzeugkontrolle und um einen Betonblock mit einer Ankettvorrichtung. Der Übergriff der Polizei war unverhältnismäßig und überflüssig. Hätten sie wirklich das Fahrzeug kontrollieren wollen, hätten sie den Fahrer auf dem Weg zu seinem Auto ansprechen können.

Wir fordern die Polizei auf, den Einsatz von Zivilkräften sofort einzustellen. Ein solcher Einsatz führt nur zu Eskalation. Als staatliche Institution sollte die Polizei darüberhinaus derartige Falschmeldungen unterlassen.

Bearbeitet am:10.11.2006/ad


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