| Campagne internationale
du Réseau Sortir du nucléaire |
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Kein neues Atomkraftwerk - auch nicht in Frankreich
| In Zusammenarbeit mit
der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg Mit Unterstützung von: Die Verwirklichung des EPR ist nicht nur eine Französischer Innenpolitik Zur Geschichte Seit 1989 plant Siemens in
Zusammenarbeit mit seinem französischen Partner Framatome, einen neuen Reaktortortyp, den
European Pressurized Water Reactor (EPR). In Frankreich jedoch droht nun der
Bau dieses Atomkraftwerkes. Mit ihm würde eine neue Etappe in der Geschichte der
Atomenergie eingeleitet und ein europaweiter, weltweiter Ausstieg aus dieser
lebensfeindlichen Energieerzeugung in weitere Ferne gerückt. Fortschreitende deutsch-französische Atomkooperation Die Verwirklichung des EPR ist nicht ausschließlich zu einer Frage französischer Innenpolitik geworden: Die deutsch-französische Zusammenarbeit der Atomindustrie «beschränkt» sich nicht mehr auf Wiederaufarbeitung, MOX-Brennelementeherstellung u. a.,
sondern
weitet sich auf weitere wichtige Unternehmensbereichen aus. So
«Es ist das erste
Mal, daß zwei Länder, Bau einer Referenzanlage Mit dem Bau des EPR soll neben der
Erneuerung des französischen Nuklearparks eine Referenzanlage für den Export geschaffen
werden. Problemexport Was in Deutschland verhindert wurde, ist nach Frankreich oder in andere Länder exportiert worden. So wurde die Wiederaufarbeitung von deutschen Atommülls von Wackersdorf nach La Hague (Frankreich) und Sellafield (England) verlegt. Gleiches geschah mit der Mischoxid (MOM-Brennelementeherstellung. Falls die Endlagerung von Atommüll
in Deutschland politisch nicht realisierbar sein sollte, ist Frankreich als Standort im
Gespräch. Es ist also höchste Zeit, daß sich unser Widerstand internationalisiert. Die Gefährlichkeit der Atomenergie ist nicht vom Standort abhängig. Wir werden uns nicht mit diesem Problemexport abfinden! 1oo ooo Unterschriften (und mehr) In Frankreich formiert sich seit einigen Jahren verstärkt Widerstand gegen das französische Atomprogramm. Seit zwei Jahren besteht das landesweite Netzwerk «Réseau Sortir du Nucléaire» (Netzwerk «Aussteigen aus der Atomkraft»). Zur Zeit verbindet es 360 Anti-Atom-Gruppen in ganz Frankreich. Es hat sich zum Ziel gesetzt, vor der Entscheidung der französischen Regierung über den Bau des EPR Ende diesen Jahres 100 000 Unterschriften gegen das Projekt präsentieren zu könnnen. Auch in anderen Staaten werden Unterschriften gesammelt. Es gilt, ein Zeichen zu setzen.
Ein Zeichen dafür, daß auch wir, die AntiAtom-Bewegung international kooperieren
können! Eure/Ihre Unterschrift ist ein kleiner, aber wichtiger Beitrag dazu. Der European Pressurized Watet Reactor - ein fehlgeschlagenener Versuch Der EPR - ein sicherer Reaktor? Der EPR wurde von PolitikerInnenseite des öfteren als «inhärent sicher» angepriesen. Doch selbst die Hersteller geben zu, daß dem nicht so ist. Die Konstrukteure des EPR versuchten auf der Basis des ökonomisch Machbaren eine Lösung gegen die Gefahr eines Super-GAU's (schwerer Kernschmelzunfall mit massiver Freisetzung von Radioaktivität) zu finden; doch keine der geplanten technischen Vorkehrungen kann als «Lösung» bezeichnet werden: So sind die Sicherheitsvorkehrungen innerhalb des EPR gegen eine unkontrollierte Kernschmelze allesamt auf «Niederdruckkernschmelzen» ausgelegt. Ihre Funktionsfähigkeit ist sehr umstritten. Doch selbst unter der Annahme, daß diese Vorkehrungen ihren Sinn erfüllen könnten, liegt die Wahrscheinlichkeit, für eine Kernschmelze mit niederem Druck bei nur 3%. Weitaus wahrscheinlicher sind Hochdruckkernschmelzen (97%) - und gegen die ist auch der EPR nicht gewappnet. Die notwendigen Vorkehrungen sind ökonomisch nicht umsetzbar. Der EPR- ein weiterer Beitrag zur Atommüllflut Jedes neue Atomkraftwerk bedeutet
ein weiteres Anwachsen des strahlenden Atommüllberges, dessen Entsorgung völlig
ungeklärt ist. Politische und wirtschaftliche Bedeutung: ein Reaktor für den Export Der Markt im Nuklearsektor ist eng geworden. Dies veranlaßte Framatome und Siemens Ende der 80er Jahre, sich in bestimmten Bereichen enger zusammenzuschließen. Sie entwickelten den EPR gemeinsam. Für seine weltweite Vermarktung sowie zur Kooperation der beiden Firmen wurde das gemeinsame Unternehmen «Nuclear Power International» (NPI) gegründet. Ab 2005 muß europaweit ein Großteil der konventionellen Kraftwerke ersetzt werden. Siemens und Framatome sind daran interessiert, den Fuß auf dem europäischen und internationalen Nuklearmarkt in der Tür zu halten; es geht bei dem EPR nicht nur um einen Reaktor in Frankreich, sondern um ein vorführbares Referenzmodell für den Weltmarkt! Der schnelle Ausstieg ist möglich Für die Anti-Atombewegung in Deutschland ist der angekündigte Ausstieg der Bundesregierung eine Farce. Der Sofortausstieg ist möglich, für Deutschland einfacher als für andere Staaten. Das Ökoinstiut Darmstadt errechnete, daß es in Deutschland eine Überversorgung an Strom gibt Mit ihr ist selbst zu Hochlastzeiten eine Stromversorgung auch ohne Atomkraftwerke möglich. Selbst dann wären noch Überkapazitäten vorhanden. Frankreich hat es mit einem Atomstromanteil von 82 % schwerer als andere Länder, aus der Atomenergie auszusteigen; aber auch hier ist ein schneller Ausstieg möglich. Die schnellstmöglichen Ausstiegsszenairen bewegen sich hier zwischen zwei und sieben Jahren. Denn auch Fankreich schwimmt im Strom, exportiert 15% seiner Energie (das heißt den Strom von 10 bis 12 Atomkraftwerken der insgesamt 58 Anlagen) und verwendet ca. 7% (3-4 Anlagen) der erzeugten Energie für den "Brennstoffkreislauf". Einen Großteil davon beansprucht die Urananreicherung. Das Klimaargument Eines der Hauptargumente der AtomkraftbefürworterInnen ist das drohende Klimachaos. Die Atomenergie würde die CO2 Produktion verringern; genau das Gegenteil ist jedoch der Fall. Die Existenz von Atomkraftwerken unterstützt maßgeblich die Zentralisierung der Energieversorgung und trägt damit zur Enörgleverschwendung bei. Die von zentralen Großkraftwerken erzeugte Energie kann nur zu 1/3 genutzt werden. Das heißt, daß 2/3 der ursprünglich einmal erzeugten Energie durch Abwärme- und Transportveriuste verloren gehen. Demgegenüber kann durch dezentrale Energieerzeugung eine weitgehende Vermeidung dieser Verluste erreicht werden. Hier beträgt die Energieausnufzung bis zu 90%. So errechntete das Ökoinstitut für Deutschland, daß es im Falle eines Atomausstiegs zu einer CO2 Reduktion von 25% innerhalb von 15 Jahren kommen kann. Eine klimatreundliche Energiepolitik muß also aus einer intelligenten Kombination aus Dezentralität, Kraft-Wärmekopplung, regenerativen Energiequellen und Energiesparen bestehen. Von Deutschland nach Frankreich verlagerte Probleme
La Hague Le Carnet Malville Cadarache
Hier
die Unterschriftenliste. Anmerkung der Castor-Nix-Da
Redaktion: Ich bestelle Exemplare des Informations - Blattes + Petition:
Ich unterstütze diese Kampagne mit: 20 DM, Das Geld ist auf nachstehendes Konto
überwiesen Informationen über die Anzahl der
Unterschriften unter 0033-4 72 00 85 85 oder im Internet ViSdP: Francis B, Althoff, Im
Rundling 21, D-29462 Schreyahn Zur weiteren Information: Weitere Informationen auch in dem
Buch «Atomkraftwerke - unsicher und grundrechtswidrig» zu bestellen bei der
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Bearbeitet am: /ad